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THE ART OF MOUTH am 15.04.2010
siehe Video und Bilder unten
Die Halle bebte
Nachdem bereits im November 2009 der erste Kontakt mit der Gruppe hergestellt worden war, war es nun am 15. April 2010 endlich soweit: THE ART OF MOUTH ( www.artofmouth.de) gastierte für zwei Beatbox - Vorführungen bzw. Workshops an der Knabenrealschule. Angereist aus Berlin und Braunschweig zeigten die beiden Mundakrobaten Peter Stohl und Lutz Schwarz vom ersten Sound an, weshalb sie seit mehr als 20 Jahren zu Deutschlands Beatbox - Elite zählen und als Pioniere auf diesem Gebiet maßgelblich viele in der Jugendszene bekannte junge Beatboxer beeinflusst haben.
Von der ersten Sekunde an gelang es den beiden Musikern die Schüler in ihren Bann zu ziehen, sowohl in der ersten Veranstaltung für die fünften, sechsten und zwei siebten Klassen, als auch in der zweiten Show für die anderen siebten, achten und neunten Klassen in der nahezu vollen Turnhalle der RSK. In den ersten 35 Minuten zeigten die beiden Künstler jeweils ihr ganzes Können. Fasziniert sahen und hörten die Schüler, wie die beiden Musiker schier unglaubliche und bis dato auch ungehörte Klänge und Rhythmen aus ihren Mündern hervor zauberten. Die beiden Künstler bezeichnen sich selbst als eine "wandelnde Soundbibliothek", denn alles was die Jugendlichen zu hören bekamen, wurde ohne Instrumente und technische Hilfsmittel, nur mit Hilfe zweier Mikrofone erzeugt. Dies ist das Ziel von Beatboxing: die möglichst realitätsnahe Imitation von Rhythmen, Klängen und Geräuschen nur mit dem Mund.
Ein Höhepunkt zu Beginn jeder Show war bereits, als die beiden Musiker, die sich schon aus gemeinsamer Schulzeit kannten, demonstrierten, wie man mit einem Mund vier bzw. fünf unterschiedliche Beats und Sounds gleichzeitig erzeugen kann. Danach nahmen sie die Schüler mit auf eine klangliche Reise durch die Musikgeschichte. Stilsicher sprangen die Musiker durch die jeweils typischen Musikrichtungen der letzten sieben Jahrzehnte, angefangen vom Swing-Jazz der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts mit wunderbaren Trompeten- und Posaunensoli, bis hin zum groovigen Soul und Funk der 60er Jahre, dem knallharten Rock der 70er Jahre, dem Pop der 80er, sowie dem bei Jugendlichen beliebten Hip-Hop. Für die älteren Kollegen durfte natürlich auch etwas volkstümliche Musik mit Karel Gotts "Babicka" nicht fehlen. Das Highlight der eigentlichen Show kam wie so oft am Schluss. Peter Stohl und Lutz Schwarz holten die Loveparade nach Aschaffenburg. Auf eine einzigartige Weise brachten die beiden mit ihrem Mundtechno die Halle zum Beben. Für diese Darbietung erhielten die beiden schon einen Eintrag ins bekannte Guinness Buch der Rekorde.
Danach hatten die Schüler noch die Möglichkeit Fragen zu stellen und ihre eigenen Beatboxingkünste den Profis und den versammelten Schülern zu präsentieren. Nicht nur die beiden Musiker waren von dem Können des ein oder anderen jungen Talents beeindruckt, und forderten ihn zu einer gemeinsamen Jamsession auf. In der ersten Veranstaltung gelang es Lutz und Peter sogar, die komplette Halle mit einem einfachen Rhythmus in eine Beatboxing - Maschine zu verwandeln.
Insgesamt kann man zweifelsohne resümieren, dass es eine rundum gelungene Veranstaltung gewesen ist: die Musiker hatten ihren Spaß und waren von den Beatboxkünsten einiger Schüler sehr angetan, der Großteil der Schüler war sehr begeistert und beeindruckt von den Möglichkeiten der Stimme, nur manche Eltern werden sich eventuell nachmittags gewünscht haben, es wäre besser für den häuslichen Frieden gewesen, wenn vielleicht ein Tanzkurs an Stelle eines Beatbox - Workshops stattgefunden hätte. THE ART OF MOUTH bestätigte eindrucksvoll, weshalb sie oft zu Gast in Thomas Herrmanns "Quatsch Comedy Club" sind und schon auf mehr als 60 TV - Auftritte zurück blicken können.
Danken möchte ich noch dem Kameramann Miguel Robitzky aus der siebten Klasse für die Filmaufnahmen, sowie meinen beiden Kolleginnen Frau Geißler und Frau Kegelmann, ohne deren tatkräftige Hilfe eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nur schwer zu realisieren gewesen wäre.
(Martin Ehrensberger)














