Staatliche Realschule für Knaben Aschaffenburg


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Chronik


Chronik

der Staatlichen Realschule für Knaben und Mädchen Aschaffenburg (bis 30.10.1968)
und der Staatlichen Realschule für Knaben Aschaffenburg (ab 01.11.1968)

Vorüberlegungen in der Stadt und im Landkreis Aschaffenburg


Nach längeren Überlegungen und Beratungen in den Jahren vor 1964 fassten der Stadtrat der Stadt Aschaffenburg (damaliger Oberbürgermeister Dr. Vinzenz Schwind) und der Kreistag des Landkreises Aschaffenburg (damaliger Landrat Dr. Josef Kerpes) den Beschluss, in der Stadt Aschaffenburg eine Staatliche Realschule (damalige Be-zeichnung „Staatliche Mittelschule“) für Knaben zu errichten. Die diesbezüglichen Verträge und Vereinbarungen wurden am 16.07.1964 und am 04.08.1964 geschlossen. Die Bayerische Staatsregierung konnte aus verschiedenen Gründen (zu kurze Zeit, keine Planstellen usw.) der Gründung der Schule am Beginn des Schuljahres 1964/65 nicht zustimmen. Die Bezeichnung Realschule wurde im Jahr 1965 eingeführt.

Importierte Mittelschulbildung

Zu dieser Zeit mussten die Schüler aus dem Stadtgebiet Aschaffenburg und aus dem Altlandkreis Aschaffenburg die Staatlichen Mittelschulen in Alzenau und Klingenberg (später in Obernburg) besuchen.
Am 31.05.1960 konnte man im Main-Echo unter „Worüber man spricht“ zu diesem Thema einen Kommentar mit der Überschrift „Aschaffenburger Mittelschulbildung wird aus Alzenau importiert“ lesen.

Beschlüsse zur Errichtung einer Mittelschule in Aschaffenburg

Die beiden Kommunalparlamente von Aschaffenburg (Stadtrat und Kreistag) mussten also dem dringenden Wunsch der Bevölkerung nach Errichtung einer Mittelschule nachkommen. Am 17.10.1963 beschloss der Planungsausschuss des Stadtrates von Aschaffenburg die Durchführung eines Ideenwettbewerbes für weiterführende Schulen (einschließlich Sportanlagen und Hallenbad) gegenüber dem Schloss auf dem linken Mainufer. Am 04.11.1964 hat der Stadtrat von Aschaffenburg den Planungsauftrag an das Würzburger Architekturbüro Gründel und Kurz vergeben. Die Stadt Aschaffenburg als Sachbedarfsträger erhielt am 25.03.1965 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus auf Antrag die Genehmigung zur Errichtung einer Staatlichen Mittelschule für Knaben.

Genehmigung der Errichtung der Mittelschule für Knaben

Im Mai 1965 wurde vom Planungsausschuss des Stadtrates zustimmend zur Kenntnis genommen, dass der Stadt Aschaffenburg (Sachbedarfsträger) mit Entschließung vom 25.03.1965 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus auf Antrag die Genehmigung zur Errichtung einer Staatlichen Mittelschule für Knaben erteilt wurde.

Das erste Aufnahmeverfahren

Nachdem noch keine Staatliche Mittelschule in Aschaffenburg bestand, wurden Lehrkräfte der beiden Mittelschulen in Alzenau und Obernburg und Lehrkräfte von Hauptschulen in der Stadt Aschaffenburg und im Umland für die Durchführung des ersten Aufnahmeverfahrens abgeordnet. Dieses Aufnahmeverfahren fand im Mai 1965 in den Räumen der Brentanoschule in Aschaffenburg statt. Geleitet wurde die Aufnahmekommission von Mittelschuloberlehrer Friedrich Williger (Mittelschule Obernburg).


Genehmigung der Hinzunahme von Mädchen



Am 14.07.1965 entsprach das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus einem Antrag der Stadt Aschaffenburg auf Erweiterung der Schule durch die Hinzunahme von Mädchen. Am 10.08.1965 wurden die Entwürfe für die nun notwendigen Neuplanungen an die Regierung von Unterfranken eingereicht. Am 22.09.1965 erteilte das Kultusministerium die schulaufsichtliche Genehmigung für den Neubau der Staatlichen Realschule. Am 11.10.1965 stimmt der Stadtrat von Aschaffenburg dem vom Hauptsenat schon vorberatenen Beschluss zu, der besagte, dass die Stadt Aschaffenburg unter Beteiligung des Landkreises Aschaffenburg eine Staatliche Realschule für Knaben und Mädchen errichten werde.


Der erste Schulleiter

Das Kultusministerium ernannte den bisherigen stellvertretenden Leiter der Staatlichen Realschule Burgkunstadt, Burghard Günther, zum Leiter der neu gegründeten Realschule Aschaffenburg.

Anfang in Goldbach
Der Unterrichtsbetrieb wurde am

07.09.1965 in Goldbach mit acht
7.Klassen (mit ca.290 Schülern/

innen) aufgenommen.
Als Schulgebäude diente die
alte Mädchenschule.


Einige Klassen waren in der neuen Schule am Wingert untergebracht.










Alte Mädchenschule in Goldbach


Der Umzug nach Aschaffenburg

Nach nur vier Monaten in Goldbach musste die noch junge Schule nach Aschaffenburg in die neu erbaute Volksschule an der Bavariastraße umziehen. Hier standen nun ausreichend Klassenzimmer und die notwendigen Fach- und Nebenräume zur Verfügung. Im Schuljahr 1966/67, es war das zweite Schuljahr der Staatlichen Realschule Aschaffenburg, reichten für die nun insgesamt 17 Klassen (ca. 650 Schüler/ innen in den Jahrgangsstufen 7 und 8 in den Wahlpflichtfächergruppen I und II) die Räumlichkeiten an der Bavariastraße (heute Hefner-Alteneck-Schule) aus.


Schule an der Bavariastraße
(heutige Bezeichnung: Hefner-Alteneck-Schule)

Erstmals Ausbildungsschule

In diesem Schuljahr wurde die Schule erstmals mit der Ausbildung (zweiter Ausbildungsabschnitt - schulpraktischer Teil) von Lehrkräften beauftragt (Seminarschule für die Fächerverbindung Englisch und Geschichte).

Der zweite Umzug und das Schuljahr 1967/68

Im Juli 1967 musste der zweite Umzug durchgeführt werden. Als vorübergehendes (d.h. für das Schuljahr 1967/68) Domizil wurde den 7. Klassen das alte Gebäude der früheren Forsthochschule und spätere Gebäude der Oberrealschule (heute Friedrich-Dessauer-Gymnasium) an der Alexandrastraße und den 8. und 9. Klassen der Schönborner Hof (Wermbachstraße) zugewiesen. Direktorat und Verwaltung der Schule befanden sich im Gebäude an der Alexandrastraße.





Gebäude der früheren Forsthochschule
Front zur Alexandrastraße (Ansicht vor dem Abriss)

Vorderansicht des Schönborner Hofes; Front zur Löhrstraße (Löhrgraben) Ansicht um ca. 1967
Blick in den Innenhof (in 2009) Die Gebäudeanlage war von 1673 bis 1681 der Wohnsitz der Familie von Schönborn. Später wurde der Schönborner Hof u.a. als Gerichtsgebäude, Lehrerinnenseminar und von anderen öffentlichen Einrichtungen (Sparkasse,Lazarett, Post, Volksschule, Oberrealschule/Gymnasium und Realschule) genutzt. Heute befinden sich im Schönborner Hof das Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburgund das Naturwissenschaftliche Museum.



Das 3. Schuljahr (1967/68) begann mit ca. 1000 Schülerinnen und Schülern in 27 Klassen (neun 7. Klassen, zehn 8. Klassen und acht 9. Klassen). Die Klassenfrequenzen reichten von 26 (9 c M) bis 44 (7 a M, 7 b M, 7 c M, 8 b M). Besonders der Unterricht in den so genannten Fachraumfächern litt unter den beengten räumlichen Verhältnissen und unter der Aufteilung auf zwei Gebäude. Im Oktober 1967 begann das Schülerblasorchester seinen Übungsbetrieb. Es folgten viele erfolgreiche Auftritte in der näheren und weiteren Umgebung. Zu einer Elternversammlung im November 1967 fanden sich etwa 740 Eltern (im Stadttheater) ein. Dies ist bei ca. 1000 Schülern/innen eine beachtliche Zahl.

Der Umzug ins Schulzentrum

Schon im Mai 1968 wurde wegen der großen Schülerzahl durch das Kultusministerium für das Schuljahr 1968/69 eine Teilung der Schule vorgesehen. Zuvor musste jedoch der dritte Umzug der Schule durchgeführt werden und zwar in das in den Vorjahren geplante und neu errichtete (Baubeginn im Januar 1967) Schulgebäude im Schulzentrum im Stadtteil Leider.




Kurze Beschreibung des Schulgebäudes zu Beginn des Schuljahres 1968/69:
überbaute Fläche 10511 m; umbauter Raum 55904 m
Nutzflächen für den Unterricht an bei-
den Realschulen:
36 Klassenräume
2 Fahrschülerräume/Klassenräume
2 Physik-Lehrsäle
1 Physik-Lehr- und Übungsraum
1 Chemie-Biologie-Lehrsaal
1 Chemie-Biologie-Lehr-/Übungsraum
1 Zeichensaal
2 Werkräume
2 Schreibmaschinen-Lehrsäle
1 Musik-Lehrsaal
1 Instrumentalmusikraum
1 Handarbeitsraum
1 Schulküche
2 Sporthallen
1 Freisportanlage:
2 Rasenspielfelder, 1 Hartplatz,

Laufbahn, Anlagen für Hoch- und

Weitsprung sowie für Kugelstoßen

(Entnommen der Festschrift zur Übergabe des neuen Gebäudes am 07.11.1968)

Neubau der Realschule im Schulzentrum Aschaffenburg



links: Hauptgebäude
mitte: Fachraumtrakt mit einer offenen und überdachten Pausenhalle
rechts: Sporthallen


Das Schuljahr 1968/69 (noch eine gemeinsame Schule) begann mit 1245 Schülerinnen und Schülern in 37 Klassen. Trotz des Bezuges des Neubaues fehlten fünf Klassenräume. Zur Unterbringung dieser Klassen mussten Gruppen- und Fahrschülerräume verwendet werden.

Die Teilung der Schule und die Übergabe des neuen Gebäudes

Mit Wirkung vom 01.11.1968 wurde die Staatliche Realschule für Knaben und Mädchen in die Staatliche Realschule für Knaben und in die Staatliche Realschule für Mädchen geteilt. Die Leitung der Knabenschule wurde dem bisherigen Leiter (RD Burghard Günther) übertragen. Zum Leiter der Mädchenschule bestimmte das Kultusministerium RK Franz Stefan (bisher stellvertretender Schulleiter an der Staatlichen Realschule Würzburg I). Die offizielle Übergabe des neuen Schulgebäudes erfolgte am 07.11.1968 in Anwesenheit von Vertretern verschiedener Behörden sowie der Schulen und Kirchen.

Das erste Schuljahr als Staatliche Realschule für Knaben


Im ersten Schuljahr (1968/69) als Staatliche Realschule für Knaben Aschaffenburg erteilten 31 hauptamtliche Lehrkräfte, drei Lehramtsanwärter mit Beschäftigungsauftrag und sechs nebenamtliche Lehrkräfte Unterricht.
Die Schülerzahlen in den Klassen lagen in diesem Schuljahr zwischen 25 und 41.


7a 36; 7b 37; 7c 38; 7d 38; 7e 37; 7f 41
8a 36; 8b 36; 8c 36; 8d 36; 8e 35; 8f 39
9a 36; 9b 35; 9c 32; 9d 34; 9e 30; 9f 30; 9g 30
10a 25; 10b 25; 10c 30; 10d 30


In der Stadt Aschaffenburg selbst waren 291 Schüler ansässig. Aus dem Landkreis Aschaffenburg kamen 436 Schüler. Aus den damals noch bestehenden Landkreisen Alzenau und Obernburg besuchten 29 bzw. 14 Schüler die Schule. Aus anderen Landkreisen kamen sechs Schüler. Zwei Schüler wohnten in einem Schülerheim (aus dem Jahresbericht von 1968/69). Im Sommer 1969 wurde die erste Abschlussprüfung durchgeführt. Damit war auch der innere Aufbau der Schule vorerst abgeschlossen.


Die Kosten für den Neubau und für die erste Erweiterung (Pavillons)



Der Festschrift „10 Jahre Staatliche Realschule für Knaben Aschaffenburg“ ist die folgende Aufstellung der Stadt Aschaffenburg zu den Baukosten entnommen.

Baugrundstück 730.279,00 DM

Erschließung des Grundstücks 263.714,00 DM
Schulgebäude 8.339.439,00 DM
Außenanlagen 903.280,00 DM
Architekt-, Ingenieurleistungen 819.324,00 DM

Besondere Betriebseinrichtungen 415.861,00 DM
Inneneinrichtungen, Geräte 432.549,00 DM

Insgesamt 11.903.446,00 DM

Gesamtbaukosten in der heutigen Währung (also in Euro) ca. 6.086.135,00 €

Obwohl die Aufbauphase der Staatlichen Realschule für Knaben Aschaffenburg hiermit abgeschlossen war, wurde in den folgenden Schuljahren der Unterrichtsbetrieb von den sehr beengten Raumverhältnissen geprägt. Dies konnte nur durch Wanderklassen, Auslagerung von Klassen in die Berufsschulen und ähnliche Maßnahmen überbrückt werden.



Eine spürbare Entlastung brachten die Errichtung der Pavillons im Jahr 1972 (für jede der beiden Realschulen einen; Gesamtkosten für die beiden Pavillons ca.
1.000.000 DM / heute ca. 511.300 €; damaliger Oberbürgermeister Dr. Willi Reiland) und die Gründung einer Staatlichen Realschule durch den Landkreis Aschaffenburg in Hösbach im Jahr 1976 (damaliger Landrat Roland Eller).


Pavillon der Mädchenrealschule

Die Wahlpflichtfächergruppe III und Besondere Klassen


Mit Beginn des Schuljahres 1975/76 wurde die Wahlpflichtfächergruppe III eingeführt.
Ab dem Schuljahr 1978/79 wurde eine Besondere 10. Klasse geführt, die für Schüler und Schülerinnen aus der Region gedacht war, die nach einem guten qualifizierenden Hauptschulabschluss den Realschulabschluss erreichen wollten.

Vom Schuljahr 1979/80 bis zum Schuljahr 1984/85 wurde eine Besondere 7. Klasse als Eingangsklasse für Kinder ausländischer Arbeitnehmer geführt.

Wechsel in der Schulleitung

Am 31.07.1988 schied der bisherige Leiter der Staatlichen Realschule für Knaben Aschaffenburg, RD Burghard Günther, aus dem aktiven Schuldienst aus. Sein Nachfolger als Schulleiter war seit dem 01.08.1988 RSR Horst-Gerd Weisel, der zuvor als Stellvertreter des Schulleiters an der Staatlichen Realschule Unterpfaffenhofen-Germering tätig war.

Die letzte Besondere 10. Klasse

Im Schuljahr 1994/95 führte die Staatliche Realschule für Knaben Aschaffenburg letztmals zwei Klassen mit Schülerinnen und Schülern, die mit dem qualifizierenden Hauptschulabschluss in die Besonderen 10. Klassen übergetreten waren, um nach einem Jahr die Abschlussprüfung an Realschulen abzulegen. In diesem Schuljahr begann die heute überregional erfolgreiche Theatergruppe mit ihren Proben und vielen erfolgreichen Aufführungen. Sie war aus dem seit 1982/1983 angebotenen Wahlfach "Schulspiel" hervorgegangen.

Schulversuch zur Einführung der sechsstufigen Realschule

Im September 1995 (Anfang des Schuljahres 1995/96) wurde an der Staatlichen Realschule für Knaben ein Schulversuch zur sechsstufigen Realschule mit zunächst zwei 5. Klassen begonnen.

Umstellung der Ausbildung der Lehrer

Zum gleichen Zeitpunkt wurde die Seminartätigkeit im Rahmen der Umstrukturierung der Ausbildung der Realschullehrer um erziehungswissenschaftliche Fächer (Pädagogik, Pädagogische Psychologie und Grundfragen der staatsbürgerlichen Erziehung) erweitert. Die fachdidaktische Ausbildung umfasste nun die Unterrichtsfächer Biologie, Chemie, Deutsch, Englisch und Französisch.

Die Erweiterung der Schule

Im Schuljahr 1998/99 hat der Stadtrat der Stadt Aschaffenburg (damaliger Oberbürgermeister Dr. Willi Reiland) beschlossen, das Schulgebäude zu erweitern (zusätzliche Fachräume), bzw. die bisherigen Klassenzimmer im so genannten Pavillon durch neue Klassenräume in einem Anbau zu ersetzen.


Mit der Erstellung der Planungsentwürfe wurde das Architekturbüro Ritter und Bauer aus Aschaffenburg beauftragt. Das Hochbauamt der Stadt Aschaffenburg erteilte am 19.06.2000 die Genehmigung für die Erweiterung des Schulgebäudes.

Verabschiedung des Schulleiters

Am 30.06.2000 wurde RSR Horst-Gerd Weisel (Schulleiter seit 01.08.1988) aus dem aktiven Schuldienst verabschiedet. Bis zur Neubesetzung der Schulleiterstelle führte RSK Franz Stockinger die Amtsgeschäfte.

Von der vierstufigen zur sechsstufigen Realschule

Die Schülerzahl war inzwischen auf ca. 900 angewachsen, denn es mussten gleichzeitig Schüler der bisherigen (d.h. vierstufigen) Realschule und Schüler der neuen (d.h. sechsstufigen) Realschule unterrichtet werden. Im Juli 2001 legte der erste Jahrgang der sechsstufigen Realschule die Abschlussprüfung ab und im Juli 2005 verließ der letzte Jahrgang der vierstufigen Schulform die Realschule.


Beginn der Bauarbeiten zur Erweiterung der Schule

Am Anfang der Sommerferien 2000 wurde mit den Arbeiten (zunächst Abriss des Treppenhauses am Ende des Fachraumtraktes) für den Erweiterungsbau begonnen. Der so genannte „erste Spatenstich“ für dieses Projekt wurde am 15.09.2000 vorgenommen und am 23.03.2001 fand das Richtfest satt.


Neuer Schulleiter

Zu Beginn des Schuljahrs 2001/02 (01.08.2001) wurde der bisherige kommissarische Schulleiter RSK Franz Stockinger zum RSR ernannt und endgültig mit der Leitung der Schule beauftragt.

Fertigstellung der beiden ersten Erweiterungen


Nach zweijähriger Bauzeit konnte mit Beginn des Schuljahres 2002/03 der erste Abschnitt der Erweiterungen des Schulhauses (Klassenzimmer und Fachräume) für den Unterricht in Betrieb genommen werden. Die offizielle Übergabe fand am 17.10.2002 statt.
Genau ein Jahr später, nämlich am 17.10.2003, wurde der zweite Abschnitt der Erweiterung bzw. Renovierung des Schulhauses offiziell abgeschlossen und in Betrieb genommen.

Wechsel in der Schulleitung

Am Ende des Schuljahres 2005/06 wurde der bisherige Schulleiter RSR Franz Stockinger in den Ruhestand verabschiedet. Seine Nachfolge trat am 01.08.2006 die bisherige stellvertretende Schulleiterin der Staatlichen Realschule für Mädchen Aschaffenburg, RSRin Conny Zyprian-Sommereisen, an.

Die offene Ganztagsschule

Im Jahr 2006 wurde an der Schule die Ganztagsbetreuung (Nachmittagsbetreuung mit Förder- und Betreuungsangebot mit Mittagsverpflegung, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitaktivitäten) eingeführt.
Die fachliche Betreuung der Schüler/
Innen wurde der „Gesellschaft zur Förderung der beruflichen und sozialen Integration (gfi) gGmbH“ in Aschaffenburg übertragen.


Die Firma „priska Integration gGmbH“ in Schöllkrippen erhielt den Auftrag für die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit der Mittagsverpflegung.
Im Sommer 2009 wurde der Anbau für die offene Ganztagsschule mit Mensa erstellt. Der Anbau wurde am 21.09.2009 in Betrieb genommen.


Im Rahmen dieser Baumaßnahmen wurde ein zusätzlicher Eingang in das Schulgebäude an der Front zur Darmstädter Straße angelegt.











Anbau für die offene Ganztagschule mit Mensa
und mit dem zusätzlichen Eingang in das Schulgebäude
an der Front zur Darmstädter Straße
(während der Bauphase – im August 2009)



Einbau einer Aula

Im Rahmen der sehr umfangreichen und kostspieligen Erweiterungs-, Umbau- und Sanierungsarbeiten (Beginn im Jahr 2000) wurde für das Schuljahr 2009/10 unter anderem die Umgestaltung des Innenhofes in einen überdachten Mehrzweckraum (Aula) geplant und in Angriff genommen.



Innenhof (Atrium) im Jahr 1968

Die Sanierung der Fassade

Weiterhin musste im Sommer 2009 überraschend damit begonnen werden, die Waschbetonplatten von der Außenfassade abzunehmen. Der Stadtrat von Aschaffenburg hat in einer Sitzung im Frühjahr 2009 hierzu seine Zustimmung gegeben und die Mittel wegen Dringlichkeit bereitgestellt. Diese Maßnahme war notwendig geworden, da festgestellt wurde, dass einige dieser Platten nicht mehr sicher mit den tragenden Elementen der Konstruktion verbunden waren. Mit diesen Arbeiten wurde inzwischen am Hauptgebäude an der Front zur Darmstädter Straße begonnen.


Ein Teil der Fassade nach der Abnahme
der Waschbetonplatten (Foto vom August 2009)



Aschaffenburg, 07.10.2009
Bertold Heyder


Chronik als PDF-Datei

Schulleitungen

Seminarschule

Unterlagen zur Erstellung dieser Chronik:
Berichte in der örtlichen Presse (teilweise nachgelesen im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg)
Kopie eines Zeitungsberichtes (Volksblatt v. 08.04.1964) zur Verfügung gestellt vom Markt Goldbach
Jahresberichte der Staatlichen Realschule für Knaben und Mädchen Aschaffenburg
Festschrift „Zum Tag der Übergabe des neuen Schulgebäudes 7.November 1968“
Jahresberichte der Staatlichen Realschule für Knaben Aschaffenburg

Broschüre zum zehnjährigen Bestehen der Staatl. Realschule für Knaben Aschaffenburg

Jahresbericht 2006 (Schulrevue – 40 Jahre Staatliche Realschule für Knaben Aschaffenburg)
Jahrbücher des Bayerischen Mittelschullehrerverbandes bzw. Bayerischen Realschullehrerverbandes
eigene Unterlagen und Angaben aus dem Internet zur Geschichte des Schönborner Hofes
Bautafel für den Erweiterungsbau
Auskünfte von Schulleitung und Schulverwaltung; vielen Dank
Hinweise und Korrekturen von ehemaligen Kolleginnen i.R. und Kollegen i.R.; Vielen Dank

Bildnachweise:
Seite 2: beide Bilder aus der Festschrift zur Übergabe des neuen Schulgebäudes am 07.11.1968
Seite 3: linke Spalte oberes Bild zur Verfügung gestellt vom Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg
linke Spalte unteres Bild aus der Festschrift zur Übergabe …. am 07.11.1968
rechte Spalte oberes Bild aus der Festschrift zur Übergabe …. am 07.11.1968
rechte Spalte unteres Bild eigenes Foto
Seite 4: Bild aus der Festschrift zur Übergabe …. am 07.11.1968
Seite 5: eigenes Foto
Seite 7: oberes Bild eigenes Foto
unteres Bild aus der Festschrift zur Übergabe …. am 07.11.1968
Seite 8: eigenes Foto




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